Wann Sie Ihre Versicherung kündigen können
Veröffentlicht am | Juni 3, 2011 | Keine Kommentare
Viele Deutsche sind falsch versichert. Auf der einen Seite fehlt ihnen wichtiger Schutz, der sie im Ernstfall finanziell auffängt. Auf der anderen Seite haben sie überflüssige Policen, die viel Geld verschlingen. Dabei ist ein Wechsel der Police kein Hexenwerk. Wann Sie aus Ihrem Vertrag herauskommen:Haftpflicht- und Hausratversicherung
Eine ordentliche Kündigung ist jährlich zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Gut zu wissen: Im Schadensfall lässt sich der Vertrag innerhalb eines Monats ab Leistung oder Ablehnung auch mit sofortiger Wirkung kündigen (das gilt allerdings umgekehrt auch für die Versicherung). Verfügen Lebenspartner jeweils über eine eigene Hausratversicherung bei der gleichen Gesellschaft, lassen sich diese zu einer gemeinsamen Police zusammenfassen. Verheiratete können die jeweils jüngere Privathaftpflichtpolice grundsätzlich fristlos kündigen – auch wenn sie Verträge bei unterschiedlichen Anbietern haben.Rechtsschutzversicherung
Sofort raus kommt man auch aus der Rechtsschutzversicherung, wenn diese nicht zahlt, obwohl Leistungspflicht bestand. Vorsicht: Nach dem zweiten Rechtsschutzfall innerhalb von zwölf Monaten kann der Versicherer seinerseits den Vertrag kündigen – wahlweise mit sofortiger Wirkung oder zum Ende des Versicherungsjahres.Berufsunfähigkeitsversicherung
Hier liegt die Kündigungsfrist bei einem Monat zum Ende des Versicherungsjahres. Ratenzahler können ihre Berufsunfähigkeits-Police nach dem ersten Jahr auch zum Ende des Zahlungsabschnitts kündigen.Kfz-Versicherung
Sie kann nach jedem versicherten Schadensfall mit sofortiger Wirkung gekündigt werden. Auch nach einer Beitragserhöhung oder bei einem Autowechsel kommt man aus dem Vertrag (Frist: innerhalb eines Monats nach Mitteilung).Gesetzlichen Krankenkassen
Wer mindestens 18 Monate Mitglied bei seiner Krankenkasse ist, kann jederzeit kündigen und nach einer Frist von zwei Monaten wechseln. Gut zu wissen: Erhebt die Krankenkasse (erstmalig) einen Zusatzbeitrag, kann man sofort wechseln. Geht Ihre Kasse pleite, muss Sie jede andere Gesetzliche Krankenkasse aufnehmen – und zwar bedingungslos.Umlaufrendite vs. Inflation
Veröffentlicht am | Mai 10, 2011 | Keine Kommentare
Die durchschnittliche Rendite öffentlicher Anleihen (Umlaufrendite) ist weiterhin niedrig. So liegt diese Mitte März bei glatten 3 Prozent. An die Umlaufrendite richten sich bspw. Banken bei der Festlegung des variablen Zinses, bspw. bei Riester-Banksparplänen.Die Inflation ist dagegen um 0,7 Prozent in den letzen 12 Monate gestiegen. Viele Sparer, die ihr Geld sicher anlegen, wie Tagesgeld, Festgeld und Bausparen, laufen die Gefahr hier Verluste zu machen. Die Inflation im Mai 2011 liegt bereits bei 2,4 Prozent. Festgeld- und Sparbriefangebote bei 12-monatiger Laufzeit bringen max. 2,30 Prozent. 
Kopfkissensparen
Veröffentlicht am | Mai 4, 2011 | Keine Kommentare
Jeder Dritte in Deutschland spart unterm Kopfkissen also hortet sein Geld zu Hause. Dabei spielt die Angst vor einer Finanzkrise kaum eine Rolle. Es geht um ein allgemeines Sicherheitsgefühl. Das hat eine forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland ergeben.Wer Bargeld hortet, macht Verlust
Klug ist das Kopfkissensparen von Bargeld nicht. Da Bargeld keine Zinsen einbringt, sinkt der Wert der Scheine und Münzen mit der allgemeinen Kaufkraft. Derzeit beziffern Ökonomen die Inflation auf zwei Prozent. Wer also 10.000 Euro ein Jahr lang daheim aufhebt, besitzt am Ende eines Jahres einen Betrag mit der Kaufkraft von 9.800 Euro.
Steuer auf die Rente
Veröffentlicht am | April 8, 2011 | Keine Kommentare
So bleibt im Alter mehr übrig
Jahrelang blieben Senioren weitestgehend vom Fiskus verschont. Doch die schönen Sorglos-Zeiten sind nun vorbei: Das Finanzamt knabbert immer stärker an der gesetzlichen Altersrente. Seit 2005 wird der steuerpflichtige Anteil Jahr für Jahr in 2-Prozent-Stufen erhöht. Für alle, die 2005 bereits Rentner waren, beträgt der ursprünglich steuerpflichtige Rentenanteil 50 Prozent. Für jeden neuen Jahrgang kommen zwei Prozentpunkte hinzu. Wer in diesem Jahr erstmalig eine staatliche Rente erhält, muss bereits 62 Prozent seiner Bezüge versteuern – zumindest theoretisch. Betroffen sind die gesetzlichen Alters-, Witwen-, Waisen- und Erwerbsunfähigkeitsrenten. In der Praxis lässt sich die Steuerlast dank diverser Freibeträge und Abzugsmöglichkeiten jedoch bei den meisten Rentnern auf ein Minimum oder gar auf Null senken.Grundfreibetrag
Er ist der wichtigste Entlastungsfaktor. 2010 wurde er auf 8.004 Euro erhöht – bei Ehepartnern gilt die doppelte Höhe. Bleibt die Rente unter dem Steuerfreibetrag, werden nur die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (8,2 Prozent plus 1,95 Prozent) abgezogen. Wer 2011 in Rente geht, bleibt unter Berücksichtigung aller Freibeträge bei einer gesetzlichen Rente bis etwa 16.200 Euro praktisch steuerfrei – sofern er außer der Rente keine weiteren Einkünfte (z.B. Job, Zinsen, Miete) mehr hat. Gut zu wissen: Wer vor dem 65. Lebensjahr seine Rente mit einem Nebenjob aufbessert, muss ab 400 Euro Hinzuverdienstgrenzen beachten, sonst wird seine Rente nur als Teilrente gezahlt. Altersrentner jenseits der 65 können beliebig hinzuverdienen.Werbungskosten
Auch Rentner haben die Möglichkeit, Werbungskosten geltend zu machen. Allerdings ist der Pauschbetrag hier mit 102 Euro (Verheiratete: 204 Euro) nicht mehr so hoch wie bei Erwerbstätigen. Immerhin: Seit 2010 können Steuerpflichtige die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (Grundversorgung) und Pflegeversicherung in voller Höhe absetzen („Anlage Vorsorgeaufwand“). Grundfreibetrag Wer über zusätzliche Einkünfte verfügt, kann ab dem 65. Lebensjahr den Altersentlastungsbetrag geltend machen (bei Neurentnern: 1.444 Euro). Der greift übrigens auch, wenn die Einkünfte aus Kapitalvermögen den Sparerpauschbetrag (801 Euro, Verheiratete: 1.602 Euro) übersteigen.Dienstleistungen
Ausgaben für Handwerker (maximal 1.200 Euro), häusliche Betreuung und Pflegedienste (maximal 4.000 Euro) kann man direkt von der Steuer abziehen. Aber Vorsicht: Akzeptiert werden nur 20 Prozent der Rechnung. Wichtig: Rechnungen nicht in bar zahlen, sondern überweisen. Die Überweisungsbelege müssen Sie beim Fiskus einreichen.Gesundheit
Medizinische Kosten – die über den zumutbaren Eigenanteil von 1 bis 7 Prozent hinausgehen – können künftig leichter abgesetzt werden. Der Bundesfinanzhof erleichtert Steuerzahlern den Nachweis von Krankheitskosten, die sie als außergewöhnliche Belastung ansetzen. Bisher mussten Bedürftige immer schon im Vorfeld mit Bescheinigungen der Krankenkasse oder Gutachten vom Amtsarzt belegen, dass eine Therapie nötig ist. Jetzt ist dies auch erst im Anschluss an eine Behandlung möglich.Sonderausgaben
Spenden an Hilfsorganisationen können Sie mit Zuwendungsbescheinigungen und Parteibeiträge mit Beitragsbescheinigungen nachweisen – und so als Sonderausgaben geltend machen. Tipp: Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie sich von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lassen.Deutsche Verbraucher halten sich für gute Finanzmanager
Veröffentlicht am | März 31, 2011 | Keine Kommentare
- Neun von zehn Befragten halten sich für gute Finanzmanager. 86 Prozent kontrollieren regel - mäßig ihre Kontoauszüge, 24 Prozent legen feste Ausgabegrenzen etwa für Kleidung oder Lebensmittel fest, und drei von zehn Befragten führen Buch über Einnahmen und Ausgaben. Die unter 30-Jährigen haben allerdings einen weniger guten Überblick über ihre Ausgaben.
- Ein großer Teil der Befragten (rund 70 Prozent) fühlt sich bei finanziellen Entscheidungen sicher. Bei den unter 30-Jährigen sind es jedoch nur 60 Prozent.
- Der überwiegende Teil der Befragten geht planvoll mit seinen Finanzen um und versucht, so viel wie möglich zu sparen. Aber nicht einmal jeder zweite Befragte (48 Prozent) legt auch tatsächlich etwas zur Seite. Bei den unter 30-Jährigen sind es nur 39 Prozent.
- Trotz planvollen Handelns stellen der Überblick über die eigenen Finanzen und deren erfolg reiches Management für viele Menschen große Herausforderungen dar: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) findet es zunehmend kompliziert, die Finanzen im Griff zu behalten. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 69 Prozent.
- Insbesondere Preissteigerungen (40 Prozent) und hohe Lebenshaltungskosten, etwa für Miete, Energie und Mobilität (27 Prozent) werden als erschwerend für das Finanzmanagement genannt. Unter 30-Jährige nennen häufig (28 Prozent) auch den mangelnden Überblick über Angebotsund Anbietervielfalt.
- Im alltäglichen Umgang mit Geld, etwa beim Einkauf, scheint sich das Finanzwissen den Erfordernissen des Alltags anzupassen. Mit wenig konkreten, aber wichtigen Finanzthemen wie der privaten Altersvorsorge, Versicherungen und Vermögensbildung haben sich viele Befragte weniger intensiv beschäftigt. Das trifft insbesondere auf die unter 30- Jährigen zu.
Konsumenkredite und Kfz-Finanzierung 2010 (Studie)
Veröffentlicht am | März 8, 2011 | Keine Kommentare
Der Bankenfachverband hat im August 2010 eine Studie über die Bekanntheit von unterschiedlichen Finanzierungsformen, Verbrauchereinstellungen sowie das tatsächliche Verbraucherverhalten in Bezug auf die Nutzung von Konsumkrediten geprüft. Hier sind die interessantesten Ergebnisse aus dieser Studie:- Knapp 40% aller Befragten nutzen derzeit eine Finanzierung. 27% davon nutzen mindestens einen Ratenkredit. Im Vorjahr waren dies 28%.
- Ohne die Finanzierungsmöglichkeit im Handel wären 54% der finanzierten Käufe nicht erfolgt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert stark rückläufig
- Der durchschnittliche Finanzierungsbetrag von Neuwagen beträgt 10.415 Euro, der von Gebrauchtwagen 8.780 Euro. Möbel (1.830 Euro) und Unterhaltungselektronik (765 Euro) liegen deutlich darunter
- 65% aller Befragten, die planen in den nächsten 24 Monaten einen Neuwagen zu kaufen, und 55% aller Befragten, die planen einen Gebrauchtwagen zu kaufen, können sich grundsätzlich vorstellen dafür einen Kredit aufzunehmen
- Die große Mehrheit der Haushalte besitzt ein Auto (88%), ca. die Hälfte davon wurde neu gekauft
- Mehr als ein Drittel der PKW Besitzer finanziert derzeit einen Neuwagen, knapp ein Viertel einen Gebrauchtwagen
- Knapp ein Drittel der Befragten (30%) würde auf den Kauf eines PKW verzichten, wenn es nicht die Möglichkeit einer Finanzierung gäbe
- Ein Neuwagen wird weiterhin bevorzugt über einen Ratenkredit finanziert (65%) – die Drei-Wege-Finanzierung gewinnt jedoch weiter an Bedeutung
