Antizyklisches Handeln führt zum Erfolg!
Verfasst am | Februar 12, 2009 | Keine Kommentare
Heutige Presse lässt berichten, dass die deutschen Fondsanbieter auf das schlimmste Jahr in Ihrer Geschichte zurückblicken. Verunsicherte Anleger verkauften angesichts der Finanzkrise massenhaft ihre Anteile. Auch für das laufende Jahr geht die Fondsbranche nicht von einer wesentlichen Verbesserung der Situation aus. In selchen Extremperioden stellt sich bei vielen neuen Anlegern die Frage, wie soll man sich verhalten. In der aktuellen Finanzkrise Aktien und Aktienfonds zu verkaufen, ist aus antizyklischer Sicht nicht das beste Rezept. Wenn man die historischen Erfahrungen aus den letzten Börsenkrisen betrachtet, ist es eigentlich sehr einfach, erfolgreich an der Börse zu agieren. Dazu muss man wissen, dass Aktienkurse primär von der Gier und der Furcht der Investoren getrieben werden und nur wenig mit dem Wirtschaftsverlauf verbunden sind - jedenfalls kurz- bis mittelfristig. Daraus ergibt sich automatisch ein antizyklischer Ansatz. Aktien sind teuer, wenn die Marktteilnehmer gierig sind. Das ist meistens in dem positiven Wirtschaftsumfeld der Fall. Beispielsweise in den Jahren 2003 bis 2007. Aktien sollten Anleger daher vielmehr dann (günstiger) erwerben, wenn die Medien schlechte Nachrichten propagieren und sich die Konjunkturerwartungen eher negativ darstellen. Das aktuelle Umfeld bietet aus heutiger Sicht eine hervorragende Gelegenheit, Aktien günstig zu erwerben. Aktien zu kaufen, wenn man bereits Verluste erlitten hat und die Börsenlage alles andere als gut aussieht, verstößt völlig gegen die menschenliche Natur. Deshalb gibt es auch nur sehr wenige erfolgreiche Börsianer. Niemand kann dafür garantieren, dass Aktien fallen und noch günstiger werden. Die Erfahrung aus der Vergangenheit lehrt jedoch, dass sich immer dann, wenn an den globalen Aktienmärkten ein starker Kursrückgang von mehr als 20% zu verbuchen war, ein sehr günstiger Einstiegszeitpunkt ergab. Innerhalb von etwa 1 bis 2 Jahren wurden mutige Anleger regelmäßig für ihre antizyklische Investitionen in die Aktienmärkte belohnt. Natürlich ist die Vergangenheit keine Garantie für eine analoge Entwicklung in der nahen Zukunft und natürlich kostet ein antizyklisches Handeln Überwindung. Selbstverständlich gibt es - wie in jeder Börsenkrise zuvor - nachvollziehbare Gründe, die gegen eine Investition sprechen. Die Stabilisierung und damit einhergehend eine Beruhigung der Lage braucht Zeit. Eines jedoch ist sicher: Wer das Ende der Finanzkrise abwartet und danach investiert, wird voraussichtlich den maßgeblichen Teil der Kurserholung verpassen. Denn Studien belegen, dass die höchsten Renditen jeweils im letzten Drittel einer Krise erfolgen. In dieser Phase besteht nicht nur das größte Kurspotenzial, sondern auch das geringe Risiko für die Aktienanlage. Das antizyklische Handeln will ich dann beim nächsten Beitrag mit Zahlen hinterlegen um zu zeigen, ob diese Vorgehensweise mittel- bis langfristig tatsächlich die Richtige ist.Popularity: 53% [?]
Category: Sparen
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