Lohnt sich noch ein Bausparvertrag?
Verfasst am | Oktober 22, 2008 | Keine Kommentare
In meinem letzten Beitrag habe ich die Modernisierungskredite der Bausparkassen verglichen. Heute wollen wir Grundsätzliches klären, ob ein Bausparvertrag aus nachfolgenden Aspekten sinnvoll ist: Rendite Ein Bausparvertrag welcher an das Bauspardarlehen geknüft ist, wird durch den Zinsverlust in der Ansparphase zu teuer erkauft. Denn hier geht es vordergründig um ein günstiges Darlehen und nicht um Sparen. Einige Bauspartarife können Renditen zwischen 4,5 und 5,5 Prozent abwerfen, aber nur inklusive staatlicher Förderung: Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage. Ohne diese Förderung ist bei 3,43 Prozent Ende der Fahnenstange. Solche Renditen erreicht man nur wenn die Bausparsumme nicht zu hoch gesetzt ist. Die Guthabenverzinsung der aktuellen Tarife ist niedrig. Sie schwankt meist zwischen 0,75 und 1,5 Prozent, wenn man das Bauspardarlehen tatsächlich in Anspruch nimmt. Bausparsumme Die Provision, die der Bausparer mit seinen ersten Raten bezahlt, beträgt meist 1,0 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme (= setzt sich zusammen aus Sparguthaben + Darlehensanspruch). Hier beginnt der Vertrag, wie auch bei vollgezillmerten Lebensversicherungen, erstmal mit Minus. Die Bausparsumme sollte daher möglichst niedrig gewählt werden, das steigert in der Ansparphase die Rendite, da weniger Abschlußkosten abgeführt werden. Während der Ansparzeit wird auch gerne Gerne die Bausparsummen, oft ohne einen Grund, nach oben angepasst. So entstehen unnötig zusätzliche Kosten und der Vermittler freut sich. Die Bausparsumme sollte nur bei wirklichem Bedarf aufgestockt werden. Für Ledige reicht schon eine Größenordnung von gut 5.000 Euro. Wohnungsbauprämie Wer als Lediger höchstens 25.600 Euro versteuern muss, erhält vom Staat jähhrlich maximal 45,06 Euro dazu (8,8 Prozent auf Beiträge bis zu 512 Euro). Verheiratete mit einem zu versteuernden Einkommen bis zu 51.200 Euro bekommen entsprechend höchstens 90,11 Euro im Jahr. Sollte der Bausparer vor Ablauf von sieben Jahren (Sperrfrist) seit Vertragsabschluss die Bausparsumme ganz oder zum Teil auszahlen lassen (vorzeitige Verfügung), muss die Wohnungsbauprämie zurückgezahlt werden. Die Abschlussgebühr von rund 300 Euro entspricht in den sieben Ansparjahren für einen Ledigen dabei ziemlich genau der staatlichen Förderung. Wer ab 1. Januar 2009 einen Bausparvertrag unterschreibt, muss das Geld nach der neuen Regelgung für wohnwirtschaftliche Zwecke ausgeben, also für Renovierung oder Finanzierung eben. Sonst kassiert der Staat die Förderung wieder ein. Belastung Günstige Baudarlehen muss sich der Sparer nicht nur mit niedrigen Guthabenzinsen erkaufen. Ruft er das Darlehen ab, muss er rasch tilgen. Das ergibt sehr hohe Monatsraten, die gerade sogenannte Schwellenhaushalte, die nicht übermäßig viel verdienen, kaum schultern können. Fazit Der Bausparvertrag beinhaltet viele versteckte und für Verbraucher meist unklare Komponenten. Als Geldanalge eignet sich Sparform nicht, bei Darlehensanspruch sollte man vorher unbedingt vergleichen.Suchbegriffe auf dieser Seite:
- lohnt sich heute noch ein bausparvertrag
- lohnt bausparvertrag noch
- lohnt sich bausparen noch
- lohnt sich heute noch ein baussparvetrag
- lohnt sich noch ein bauspravertarg
Kommentare
Leave a Reply