5 Steuertipps für Selbstständige

Als Selbstständiger weißt man, dass das Thema Steue zum Geschäft gehört, leider zum Geschäft, mögen Sie vielleicht sagen. Nicht nur, weil Sie gee auf das Zahlen von Steue verzichten würden, sonde auch weil die Beschäftigung mit dem Thema Zeit raubt, etwas schief gehen kann und das mögliche böse Erwachen erst nach Rücklauf des Steuerbescheids folgt. Damit das nicht passiert, hier einige Steuertipps für Steuertipps für Selbstständige.

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Nichteheliche und eheliche Kinder erben gleich

Der Bundesrat hat der Gleichstellung von ehelichen und nichtehelichen Kinde im Erbrecht zugestimmt. Alle nichtehelichen Kinder erben nunmehr genauso wie eheliche,\r\nwenn die Vaterschaft feststeht. Ihnen steht auch ein Recht auf den Pflichtteil zu, falls der Vater seine Erben durch Testament oder Erbvertrag bestimmt und das nichteheliche Kind dabei nicht ausreichend berücksichtigt hat.\r\nRechtlich standen bis heute immer noch einige nichteheliche Kinder schlechter als eheliche. Wer vor Juli 1949 als Kind nicht miteinander verheirateter Elte geboren wurde, hatte bisher in bestimmten Fällen kein gesetzliches Erbrecht nach seinem Vater. Diese Ausnahme wurde jetzt beseitigt. Die Neuregelung gilt für alle Erbfälle, die sich seit dem 29.5.2009 ereignet haben.

Besteuerung von Renten

Jahrelang blieben Senioren weitestgehend vom Fiskus verschont. Doch die schönen Sorglos-Zeiten sind nun vorbei: Das Finanzamt knabbert immer stärker an der gesetzlichen Altersrente, die Besteuerung von Renten ist seit 2005 im vollen Gange. Der steuerpflichtige Anteil steigt Jahr für Jahr in 2-Prozent-Stufen an. Für alle, die 2005 bereits Rentner waren, beträgt der ursprünglich steuerpflichtige Rentenanteil 50 Prozent. Für jeden neuen Jahrgang kommen zwei Prozentpunkte hinzu. Wer in dem Jahr 2013 erstmalig eine staatliche Rente erhält, muss bereits 66 Prozent seiner Bezüge versteue – zumindest theoretisch. Betroffen sind die gesetzlichen Alters-, Witwen-, Waisen- und Erwerbsunfähigkeitsrenten. In der Praxis lässt sich die Steuerlast dank diverser Freibeträge und Abzugsmöglichkeiten jedoch bei den meisten Rentne auf ein Minimum oder gar auf Null senken. Rente unter 1.260 Euro (Eheleute: 2.520 Euro) ist steuerfrei.

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Besteuerung von Renten unter Berücksichtungung des Grundfreibetrages

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Er ist der wichtigste  Entlastungsfaktor. Für 2013 ist eine Anhebung vorgesehen, und zwar auf 8.124 Euro, im Jahr 2014 soll der Betrag dann auf 8.352 Euro steigen. – bei Ehepartne gilt die doppelte Höhe. Bleibt die Rente unter dem Steuerfreibetrag, werden nur die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (8,2 Prozent plus 1,95 Prozent) abgezogen. Wer 2011 in Rente ging, blieb unter Berücksichtigung aller Freibeträge bei einer gesetzlichen Rente bis etwa 16.200 Euro praktisch steuerfrei – sofe er außer der Rente keine weiteren Einkünfte (z.B. Job, Zinsen, Miete) mehr hat.

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Gut zu wissen: Wer vor dem 65. Lebensjahr seine Rente mit einem Nebenjob aufbessert, muss ab 400 Euro Hinzuverdienstgrenzen beachten, sonst wird seine Rente nur als Teilrente gezahlt. Altersrentner jenseits der 65 können beliebig hinzuverdienen.

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Werbungskosten der Renter

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Auch Rentner haben die Möglichkeit, Werbungskosten geltend zu machen. Allerdings ist der Pauschbetrag hier mit 102 Euro (Verheiratete: 204 Euro) nicht mehr so hoch wie bei Erwerbstätigen. Immerhin: Seit 2010 können Steuerpflichtige die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (Grundversorgung) und Pflegeversicherung in voller Höhe absetzen („Anlage Vorsorgeaufwand“).

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Grundfreibetrag: Wer über zusätzliche Einkünfte verfügt, kann ab dem 65. Lebensjahr den Altersentlastungsbetrag geltend machen (bei Neurentne: 1.444 Euro). Der greift übrigens auch, wenn die Einkünfte aus Kapitalvermögen den Sparerpauschbetrag (801 Euro, Verheiratete: 1.602 Euro) übersteigen.

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Dienstleistungen

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Ausgaben für Handwerker (maximal 1.200 Euro), häusliche Betreuung und Pflegedienste (maximal 4.000 Euro) kann man direkt von der Steuer abziehen.
Aber Vorsicht: Akzeptiert werden nur 20 Prozent der Rechnung. Wichtig: Rechnungen nicht in bar zahlen, sonde überweisen. Die Überweisungsbelege müssen Sie beim Fiskus einreichen.

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Gesundheit

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Medizinische Kosten – die  über den zumutbaren Eigenanteil von 1 bis 7 Prozent hinausgehen – können künftig leichter abgesetzt werden. Der Bundesfinanzhof erleichtert Steuerzahle den Nachweis von Krankheitskosten, die sie als außergewöhnliche Belastung ansetzen. Bisher mussten Bedürftige immer schon im Vorfeld mit Bescheinigungen der Krankenkasse oder Gutachten vom Amtsarzt belegen, dass eine Therapie nötig ist. Jetzt ist dies auch erst im Anschluss an eine Behandlung  möglich.

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Sonderausgaben

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Spenden an Hilfsorganisationen können Sie mit Zuwendungsbescheinigungen und Parteibeiträge mit Beitragsbescheinigungen nachweisen – und so als Sonderausgaben geltend machen.

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Tipp: Wenn Sie unsicher wie hoch die Besteuerung Ihrer Renten sind, sollten Sie sich von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lassen.