Was ändert sich 2013?

Neue Gesetze in Sachen Betreuungsgeld und Rundfunkgebühr, gestiegene Sätze bei Pflege und höhere Hinzuverdienst-Grenzen: 2013 kommt einiges auf die Verbraucher zu. Was sich in Sachen Finanzen alles in 2013 ändert:

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KEINE PRAXISGEBÜHR

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Endlich: Ab dem nächsten Jahr entfällt die lästige Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal für Arzt- und Zahnarztbesuche. Folge: Die rund 52 Millionen Kassenpatienten müssen sich künftig innerhalb des Quartals nicht mehr hin- und herüberweisen lassen.

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MEHR HARTZ IV

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Der Regelsatz steigt kommendes Jahres für einen Single um acht Euro auf dann 382 Euro im Monat.

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MEHR PFLEGEGELD

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Auch das Pflegegeld für Demenzkranke wird erhöht. In Pflegestufe I gibt’s künftig 305 Euro (plus 70 Euro), in Pflegestufe II 525 Euro (plus 85 Euro). Für Versicherte, die von Pflegediensten betreut werden, steigt der Satz auf 665 Euro (Pflegestufe I) bzw. 1.250 Euro (Pflegestufe II).

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NEUES BETREUUNGSGELD

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Das Betreuungsgeld kommt – aber erst im August. Es wird an Elte gezahlt, die sich in den ersten beiden Lebensjahren ihrer Kinder selbst um sie kümme, also weder Kita-Plätze noch Tagesmütter in Anspruch nehmen. Die monatliche Prämie wird voraussichtlich 100 Euro betragen, ab August 2014 dedann 150 Euro. Familien, die das Betreuungsgeld für private Altersvorsorge oder Bildungssparen einsetzen, erhalten sogar noch einen zusätzlichen Bonus von 15 Euro im Monat.

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EINHEITLICHER RUNDFUNKBEITRAG

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Seit 1. Januar 2013 muss jeder Haushalt einen einheitlichen Rundfunkbeitrag bezahlen (monatlich 17,98 Euro) – unabhängig von der Anzahl der vorhandenen Geräte. Bedürftige (z. B.ALG-II-Empfänger, Bezieher von Grundsicherung) können sich weiterhin auf Antrag befreien lassen.

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HÖHERER HINZUVERDIENST

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Minijobber können seit Jahresbeginn 450 statt wie bisher 400 Euro steuerfrei hinzuverdienen. Dafür besteht für Minijobs seit Januar Rentenversicherungspflicht. Auf Wunsch können sich die geringfügig Beschäftigten davon aber befreien lassen.

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MEHR RENTE

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Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt Anfang 2013 um 0,7 Prozentpunkte auf 18,9 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit 1996. Zusammen haben Arbeitgeber und -nehmer so insgesamt bis zu 6,3 Milliarden Euro mehr im Jahr.

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LOHNSTEUERKARTE

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Immer wieder wurde die Einführung der elektronischen Version verschoben. 2013 kommt sie nun – allerdings nur schrittweise. Für Arbeitnehmer wichtig: Lohnsteuerfreibeträge, die von den Finanzämte zuletzt automatisch aus den Vorjahren übeommen wurden, müssen mit Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte neu beantragt werden.

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STEIGENDER GRUNDFREIBETRAG

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Der Steuergrundfreibetrag wird 2013 von 8.004 auf 8.130 Euro pro Jahr angehoben – erst darüber werden Steue fällig.

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FÜHRERSCHEIN

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Fahrschüler, die ab 2013 ihren Führerschein machen, bekommen ihn befristet. Nach 15 Jahren muss der Autofahrer eine Verlängerung beantragen.

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KINDERGELD

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Die Wehrpflicht ist vergangenheit. Wenn junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren freiwilligen Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst leisten, wird für sie weiterhin Kindergeld bezahlt.

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FREIBETRÄGE

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Arbeitnehmer können einen Freibetrag – zum Beispiel den Kinderfreibetrag – für zwei Jahre bei den Finanzbehörden anmelden. Bisher war jedes Jahr eine neue Meldung erforderlich.

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